Projekt Bildungslandschaft Oberglatt

In Oberglatt fehlen den Kindern, die in den Kindergarten eintreten, nicht nur die sprachlichen Fähigkeiten sondern oft auch die einfachsten Basiskompetenzen. Die präventiven Anstrengungen sollen in intensiver Zusammenarbeit von Politischer Gemeinde, Primarschule und ausserschulischen Organisationen in einem gemeinsamen Projekt massiv verstärkt werden.

 

Im Herbst 2013 hat eine Journalistin in Begleitung einer Fotografin das Bildungslandschaftsprojekt Oberglatt besucht:

Im Herbst 2013 hat eine Journalistin in Begleitung einer Fotografin das Bildungslandschaftsprojekt Oberglatt besucht: > Reportage in Bildung Schweiz vom 5. November 2013

 

Am 14. März 2013 fand die Kickoff-Veranstaltung in Oberglatt statt mit reger Beteiligung von ca. 60 Personen aus der Gemeinde, der Schule des Kindergartens, von Spielgruppen, Kirchen, Elternorganisationen, Vereinen und Anbietern bereits bestehender Integrations- und Bildungsangebote statt. Unten auf dieser Seite ist ein Zeitungsartikel dazu zu finden.

Oberglatt als Agglomerations- und Flughafengemeinde hat einen hohen Steuerfuss und günstigen Wohnraum. Dadurch ist die Gemeinde auch attraktiv für Familien mit Migrationshintergrund. Über 70% der Kinder, die in den Kindergarten eintreten, sprechen zu Hause eine andere Sprache als Deutsch. Vielen fehlen nicht nur die nötigen sprachlichen Fähigkeiten, sondern auch Spielanreize, soziale Kontakte und Selbständigkeit. Die Folgen zeigen sich in der Überforderung: Schülerinnen und Schüler verhalten sich auffällig und haben wenig Schulerfolg. Dadurch sind die Lehrpersonen sehr gefordert. Dem Kontakt zwischen den Lehrpersonen und den Eltern kommt eine besondere Bedeutung zu.

In Oberglatt steht im Vordergrund, dass sich die Primarschulgemeinde und die Politische Gemeinde gemeinsam mit den ausserschulischen Organisationen vernetzen und künftig gemeinsam dafür sorgen, dass die Kinder für den Kindergarteneintritt bereit sind und sich altersgemäss entwickeln können. Die Eltern sollen sich ihrer Bedeutung für den Schulerfolg bewusst sein und in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt werden, so dass sie ihr Kind nicht nur begleiten und fördern können, sondern ihm etwas zutrauen und auch Forderungen an das Kind stellen.

In der „Bildungslandschaft Oberglatt“ sollen thematisch ausgerichtete Deutschkurse für fremdsprachige Eltern in der Schule (ELDIS) stattfinden, Vorschulkinder in Spielgruppen bis zum Kindergarteneintritt jede Woche auf kindgerechte Weise sprachlich gefördert werden (Spielgruppen plus), die „FemmesTische“ ausgebaut und schulergänzende Lernbetreuung durch Studierende angeboten werden („Future Kids“). Dazu soll umfassend über die Frühförderungsmöglichkeiten aufgeklärt und informiert werden.

Die bereits vorhandenen Angebote und Akteure wie Schule, Mütterberatung, Spielgruppen, Krabbelgruppen, Jugendsekretariat, Tagesfamilien, Gemeindeverwaltung, Vereine für Kinder, Bibliothek, Tagesstrukturen etc. vernetzen sich miteinander, um die einzelnen Personen zu entlasten und Synergien zu nutzen. Die individuelle Lernwegbegleitung der Kinder und Jugendlichen erfolgt vom frühen Kindesalter bis in die Schulzeit.

In der Steuergruppe vertreten sind der Gemeinderat, die Gemeindeverwaltung, die Primarschulpflege und die Schulleitung.

 

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Bildung Schweiz Reportage Oberglatt
Kick-Off Zürcher Unterländer