Einladung zur Fachtagung Bildungslandschaften Schweiz

Fachtagung 2017

Übergänge gemeinsam schaffen

Montag, 6. November 2017, 9:30 Uhr, Kursaal in Bern

Anmeldeschluss: Sonntag, 1. Oktober 2017

 

Die Jacobs Foundation lädt Sie herzlich ein zur Fachtagung Bildungslandschaften Schweiz. Seit 2013 bauen 22 Regionen, Gemeinden oder Quartiere mit der Unterstützung der Jacobs Foundation ihre Bildungslandschaft auf. Ende 2016 haben die ersten 9 Bildungslandschaften ihre Projektlaufzeit abgeschlossen und die für sie wichtigen Veränderungen in die Regelstruktur überführt.

Diese Tagung legt den Fokus auf drei wichtige Themen, mit denen alle aktiven und zukünftigen Bildungslandschaften konfrontiert sind: wie gestaltet man erfolgreich Übergänge? Wie erreicht man eine gemeinsame Haltung aller Bildungsakteure? Und was braucht es für die Nachhaltigkeit über die Projektlaufzeit hinaus?

Wir freuen uns darauf, mit Ihnen, Experten aus Politik und Verwaltung, interessiertes Fachpublikum und Vertreter der lokalen Bildungslandschaften einen spannenden Tag zu verbringen!

 

Programm vom Montag, 6. November 2017

Referate

Übergänge gemeinsam gestalten

Wilfried Griebel wird das von ihm und Renate Niesel entwickelte Transitionsmodell vorstellen. Besonders an diesem Ansatz ist der Einbezug der Familien – denn mit den Kindern kommen auch die Eltern an die Schule. Aus dem theoretischen Ansatz lassen sich praktische Handlungsempfehlungen zur Gestaltung von Bildungsübergängen ableiten, welche anhand von Beispielen vorgestellt werden.

Wilfried Griebel, Diplom-Psychologe, Staatsinstitut für Frühpädagogik, München

 

Die Vision einer gemeinsamen Haltung schulischer und ausserschulischer Akteure

Die Grundlage für nachhaltige Bildungslandschaften ist eine gemeinsame Haltung schulischer und ausserschulischer Akteure sowie ein gemeinsames Bildungsverständnis. Was braucht es, damit diese Haltungsarbeit erfolgreich durchgeführt werden kann? Professor Zierer zeigt mögliche Wege zu einer gemeinsamen Haltung auf und erläutert wichtige Aspekte, die bedacht werden müssen.

 Prof. Dr. Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik, Universität Augsburg

 

Erfahrungen aus der Pilotphase

Wie wirken Bildungslandschaften? Beispiele aus der Praxis

Wie wirken Bildungslandschaften im Umfeld? Was können Bildungslandschaften erreichen? Projekte der Pilotphase präsentieren jetzt nach Ende der Pilotphase die Errungenschaften der Bildungslandschaften

 

Workshops

1) Am gleichen Strick ziehen beim Übergang in den Kindergarten: So gelingt die Zusammenarbeit mit den Familien

Wie die Bildungslandschaften so vernetzt auch das Projekt Tipi Akteure um sich gemeinsame Ziele zu setzen und ein gemeinsames pädagogisches Verständnis zu entwickeln. Die Leiterinnen zeigen auf, durch welche Aktivitäten eine gemeinsame Haltung entstehen kann. Die Teilnehmenden diskutieren Wege zu einem gemeinsamen pädagogischen Verständnis.

Paola Solcà und Alice Biaggi-Panzera; Dozentinnen, SUPSI

 

2) «Bildung für Nachhaltige Entwicklung» und Bildungslandschaften – wo sind Synergien möglich?

Dieser Workshop bietet die Gelegenheit, einen anderen Zugang zu Bildungslandschaften zu entdecken: Das Modell einer Nachhaltigen Entwicklung (BNE) kann als Analyseinstrument für die Entwicklung von Bildungslandschaften dienen. Anhand von konkreten Beispielen aus der Praxis werden in diesem Workshop Synergien zwischen einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung und den Bildungslandschaften erörtert.

Catherine Corbaz, Leiterin Aus- und Weiterbildung, éducation21

 

3) 15 Jahre Bildungslandschaft Weiterstadt – was wir davon lernen können

Dieter Assel berichtet aus der Geschichte der Bildungslandschaft Weiterstadt. Was 2002 im Rahmen des Programms Lebenswelt Schule lokal begann, entwickelte sich zu einer regionalen Bildungslandschaft. Die Teilnehmende diskutieren, was es für die erfolgreiche Weiterentwicklung von Bildungslandschaften braucht.

Dieter Assel, Geschäftsführer Kommunales Kompetenzzentrum für Bildungsinnovation, Weiterstadt

 

4) Gelingensbedingungen – Empfehlungen auf Basis der Erfahrungen aus der Schweiz und international

In dem Workshop werden die wichtigsten Befunde der wissenschaftlichen Begleitung vorgestellt. Ausserdem zeigt Stephan Huber erste Erkenntnisse bezüglich der zentralen Gelingensbedingungen und der Handlungsempfehlungen im Überblick auf. Exemplarisch werden sie detaillierter vorgestellt und in einer Frage- und Diskussionsrunde sowie in einer Gruppenarbeit  gemäss den Interessen der Teilnehmenden vertieft.

Prof. Dr. Stephan Gerhard Huber, Leiter Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie, Pädagogische Hochschule Zug

 

5) Wie gelingt die Verankerung der Bildungslandschaft?

Die Bildungslandschaften der Pilotphase haben abgeschlossen – die der zweiten Phase stecken mitten in den Überlegungen zur Nachhaltigkeit. Mit dem Blick auf die Diversität der Bildungslandschaft werden in dem Workshop Fragen, Gedanken und Faktoren ausgetauscht, welche zur Verstetigung der Bildungslandschaft führen. Im Dialog werden bereits gemachte Erfahrungen mit den anstehenden Herausforderungen für die eigene Nachhaltigkeit miteinander in Beziehung zu gebracht, um so Ideen zu finden, wie die geleisteten Arbeiten in allen Bildungslandschaften der Phase 1 und 2 an nachhaltiger Wirksamkeit gewinnen können.

Barbara Eppler, Prozessbegleitende der Pilotphase

 

6) Die Bildungslandschaft kommt! Wege zu einem gemeinsamen Verständnis schulischer und ausserschulischer Akteure

Es geht bei den Bildungslandschaften um die Vernetzung schulischer und ausserschulischer Akteure. Eine Herausforderung dabei ist, wie man für ein solches Vorhaben die Lehrpersonen gewinnt. Wie vernetzt man sie mit weiteren Akteuren? Wie verkauft man den Gewinn der „Extraarbeit“?

Der Workshop bietet Ihnen die Gelegenheit den Weg, der Bildungslandschaften in der Stadt Basel in den letzten vier Jahre gemacht hat, via Inselhüpfen nach zu erleben. Dabei reflektieren wir gemeinsam Erfolgsfaktoren und Stolpersteine im Sinne von Lessons Learned.

Barbara Stettler, Prozessbegleitende der Pilotphase

 

7) Bildungslandschaften begleiten – was für Prozessbegleitenden wichtig ist

Eine Bildungslandschaft ist nie fertig, sondern zieht weitere Entwicklungsschlaufen, wird reicher, vielfältiger. Die Angebote und Aktivitäten werden angepasst und professionalisiert, neue Partner und Partnerinnen ins Netzwerk integriert. Vielleicht verändert sich die Zielgruppe und/oder die Bildungslandschaft erfährt eine geografische Ausdehnung… Die Pilotphase machte deutlich, dass die Prozessbegleitung viel zum Gelingen einer Bildungslandschaft beitragen kann. Als „Aussenstehende“ können Prozessbegleitende u.a. Reflexions- und Weiterentwicklungsprozesse anstossen und dafür sorgen, dass in der Projektphase rechtzeitig Möglichkeiten zur nachhaltigen Verankerung geprüft werden. Im Workshop diskutieren Prozessbegleitende der Phase 2 und weitere Interessierte die unterschiedlichen Wege, wie dies alles gelingen kann.

Marlis Meier-Wyss, Prozessbegleitende der Pilotphase

 

8) Partizipation in der Transitionsphase: Kinder zu Wort kommen lassen

Im Zentrum der Bildungslandschaften steht das Kind. Es ist daher wichtig, nicht über sondern mit Kindern zu sprechen und sie aktiv an der Gestaltung der Bildungslandschaft teilhaben zu lassen. Wie gelingt jedoch die Partizipation von Kindern? Wie kann man ihre Bedürfnisse in der Übergangsgestaltung einbeziehen? Im Dialog erarbeiten die Teilnehmenden Antworten auf diese Fragen.

Wilfried Griebel, Diplom-Psychologe, Staatsinstitut für Frühpädagogik, München

 

9) Wenn Kinder in die Schule kommen und Eltern zu Eltern von Schulkindern werden. Erfahrungen im Aufbau der Beziehung zwischen Familien und Schulen während der Übergangsphase

Der Eintritt in die Schule ist ein wichtiger Übergang für ein Kind, das Schulkind wird, aber ebenso für seine Eltern, die nun Eltern eines Schulkindes werden. Welche Beispiele aus der Transitionen-Praxis können der entstehenden Beziehung zwischen Familie und Schule dienen oder diese verkomplizieren? Wie können Eltern – v.a. in einem interkulturellen Kontext – unterstützt werden, um sich in der neuen Rolle zurecht zu finden? Als Ausgansbasis dienen dem Workshop die Beobachtungen in einer Freiburger Schule. Anhand dieser Beobachtungen reflektieren die Teilnehmenden im Workshop gemeinsam, wie eine positive Zusammenarbeit zwischen Familien und der Schulen wachsen kann.

Xavier Conus, Diplomassistent und Studienberater

 

Anmeldung

Bitte melden Sie sich hier für die Fachtagung an. Anmeldeschluss ist Sonntag, 1. Oktober 2017. Die Teilnehmerzahl beschränkt. Die Teilnahme an der Tagung sowie die Verpflegung sind kostenlos.