Das ist eine Bildungslandschaft

Jedes Kind ist von vielen verschiedenen Menschen umgeben, die es täglich fördern, fordern und beeinflussen. In einer Bildungslandschaft gilt es, alle diese Personen miteinander zu vernetzen. Eine Bildungslandschaft bezeichnet daher das Netzwerk, das von Geburt an rund um ein Kind wächst – und sich im Idealfall wie eine blühende Landschaft immer weiter ausbreitet und verdichtet. Es verbinden sich darin alle Personen, die das Kind fördern: Eltern und gleichaltrige Spielkameraden, Spielgruppen- und Kita-Leiterinnen, Kindergärtner und Lehrerinnen, Musiklehrer und Sporttrainerinnen, Sozialarbeiter und viele andere mehr. In einer Bildungslandschaft wird dieses Netzwerk systematisch geschaffen, ausgebaut und gestärkt. Mit der Idee, dass sich ein Kind erst dann gut entwickeln kann, wenn sich alle Beteiligten gegenseitig informieren, einander unterstützen und gemeinsam an einem Strick ziehen. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Kind.

Deshalb braucht es Bildungslandschaften

Kinder müssen sich unterschiedliche Kompetenzen aneignen, damit sie später eine aktive Rolle in Beruf und Gesellschaft einnehmen können. Viele Kinder verpassen jedoch bereits im Kindergarten den Anschluss. Deshalb braucht es Bildungslandschaften: Sie sorgen dafür, dass alle Beteiligten die Kinder gemeinsam fördern.

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So funktioniert eine Bildungslandschaft

Eine Bildungslandschaft entsteht, wenn die verschiedenen Lernwelten eines Kindes systematisch miteinander verbunden werden. Sie lassen sich in drei Gruppen einteilen: 1. Schule (obligatorisch), 2. Vereine und Organisationen (freiwillig), 3. Familie und Alltag. Es ist wichtig, dass sich in einer Bildungslandschaft Vertreter aus allen drei Gruppen untereinander vernetzen: die Eltern mit den Spielgruppenleiterinnen, die Fussballtrainerinnen mit den Schulsozialarbeitern, die Lehrer mit den potenziellen Lehrmeistern. Also sowohl die ehemaligen wie auch die aktuellen sowie die zukünftigen Beteiligten. Nur so können sie die Kinder bei den Übergängen von einer Bildungsstufe in die nächste effizient unterstützen.

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So entsteht eine Bildungslandschaft

Bildungslandschaften sind langfristige Projekte und müssen wachsen. Sie müssen jedoch systematisch aufgebaut und professionell koordiniert werden. 

Die Jacobs Foundation unterstützt mit dem Programm «Bildungslandschaften Schweiz» 22 Projekte in der ganzen Schweiz. Momentan läuft keine Ausschreibung für zusätzliche Projekte. Gerne berät die Jacobs Foundation jedoch interessierte Gemeinden, die aus eigener Kraft Bildungslandschaften aufbauen möchten.

Die sieben Merkmale einer Bildungslandschaft

Eine Bildungslandschaft entsteht, wenn sich schulische und ausserschulische Akteure in einem definierten lokalen Raum vernetzen und gemeinsam an der umfassenden Bildung der Kinder und Jugendlichen arbeiten. Wichtig dabei ist, dass dies zielgerichtet, systematisch, politisch gewollt und langfristig geschieht.

Die 7 Merkmale der Bildungslandschaft auf einen Blick.